Druckversion

Freihandel

Einleitung

Freihandel lautet die kurz gefasste Bezeichnung für einen internationalen Waren- und Dienstleistungsverkehr, der keinen Einschränkungen durch den Zoll oder anderweitigen Handelsbeschränkungen unterliegt.

An dieser Stelle soll schon gesagt werden, dass ein vollständiger Freihandel äußerst selten anzutreffen ist, da auch Länder die den Freihandel propagieren, in manchen Bereichen, wie zum Beispiel in der Landwirtschaft, protektionistische Maßnahmen haben. Als protektionistische Maßnahmen zählen alle Regelungen die den Freihandel beeinträchtigen. Dies sind im besonderen Embargos, Zölle, Handelsverbote, bevorzugte Anbieter etc.

Eine Grundvoraussetzung für das Verständnis des Freihandels ist die Theorie der Komparativen Kosten. Sie besagt im Wesentlichen, dass Kostenunterschiede bei den außenhandelsrelevanten Produkten für einen zwischenstaatlichen Austausch von Dienstleistungen und Produkten von Nöten sind.

Der Handel innerhalb von Bundesstaaten die laut Verfassung wie den USA oder der EU wird dabei nicht als Freihandel sondern als Binnenhandel bezeichnet.

 

Freihandel und Wohlstand

Die Ökonomen Jeffrey Sachs und Andrew Warner teilen in einer Studie aus dem Jahr 1995 die Welt in drei Kategorien ein. Die erste Kategorie besteht aus Ländern die im Laufe ihrer Geschichte stets zum Freihandel tendiert haben. Die zweite Kategorie besteht größtenteils aus Ländern, die im Laufe ihrer Geschichte vom Protektionismus zum Freihandel wechselten und die letze Kategorie geht. Im Jahr 2006 schwankte das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt von einem maximalem Wert von 17.521 US$ in der ersten Kategorie bis hin zu 2362 US$ in der letzten Kategorie.

 

Umsetzung des Freihandels in Freihandelsabkommen

Das sogenannte Freihandelsabkommen ist der erste Schritt zwischen zwei Staaten um sich wirtschaftlich anzunähern und gegenseitig zu integrieren. Die Welthandelsorganisation (WTO) fördert die Bildung von Freihandelsabkommen.

Im speziellen lohnt es sich einen Blick auf die Freihandelspolitik der USA und der EU zu werfen. Die Europäische Union und auch die USA betreiben Freihandel mit der dritten Welt, wobei Agrarprodukte oft gehandelt werden. Nun ist es nur so, dass die heimische Wirtschaft stark subventioniert wird, was zur Folge hat, dass sie immer günstiger bleibt, als die Importe aus der dritten Welt.

 

 

Quellen

http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=7LFROC

http://www.vimentis.ch/lexikon/45/Freihandel.html

http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/freihandel/freihandel.htm